Schattendasein

Willst Du Deine dunkle Seite leben Bewege Dich im Licht So wirst Du einen Schatten geben Mehr aber auch nicht ©Inge Millich 18.11.14

Edition

Anthologie der Seelen Ohne Fassung noch der Band Gefühle zwischen Wolken wandern Sehnsucht vom Wind verweht Geschwungene Wege der Melancholie Schmetterlingsumschwärmte Gipfelträume Seite für Seite eingebrannt © Inge Millich 17.1.14

Wahrnehmung

Lass uns zusammen reisen in ein fernes Land. Lass uns probieren fremde Speisen entdecken, was noch niemand fand. Lass uns erobern hohe Gipfel die niemand vorher je bezwang. Lass uns erkennen dort, im Wipfel, was wichtig ist und von Belang. Lass werfen uns die Sorgen fort, lass uns endlich leben. Lass uns der Welt an jedem Ort den Frieden wieder geben. © Inge Millich 18.11.14

Traumtanz

Eingehüllt in schöne Träume mit Sternenstaub bedeckt Bedenkenlos möcht ich versäumen, dass Morgenrot mich weckt. So fliege ich mit Dir auf Wolken, der Wirklichkeit davon. Die Engel haben uns gescholten, Morgenrot naht schon. Ich will noch nicht erwachen, will mit Dir weiter ziehen. Auf weißen Schimmeln und auf Drachen im Morgenrot verglüh’n. © Inge Millich 17.11.14

Verweile

Verweile noch, bleibe, lass uns die Stille spüren Hier an Deiner Seite Kann ich den Mond berühren Verweile noch, empfange den Rausch unserer Sinne das ungeborene Verlangen es möchte Zeit gewinnen Verweile noch, entzünde die Glut, die sonst verglüht Dass wir uns wieder finden Die Liebe wieder blüht © Inge Millich 17.11.14

Abend im Herbst

Erloschen der schwelende Tag. Nebel auf tägliche Wüsten. Nacht umstellt früheres Licht. Nachrichten aus der Kälte. Hinter Vorhängen Schweigen wie Angst in die Kälte zu gehen, nach innen zu schauen. Erbarmen aus Heizkörpern. Erlösung in Flaschen. Wo festmachen im Nebel ein Halteseil meiner Hoffnungen? Echolos ein Ruf in solcher Dunkelheit.

Liebe

Ich glaube dem Leben das mir sagt: "Liebe mich und ich bin da!" Ich glaube dem leben das mir sagt: "Rede mit mir und ich bin da!" Ich glaube dem Leben das mir sagt: "Denke an mich und ich bin da!" Ich glaube dem Leben. Ich glaube an all das was Du bist! Ich glaube dem Leben das mir sagt: "Jeder Schritt findet Dich!" Ich glaube dem Leben das mir sagt: "Jeder Schritt öffnet Türen!" Ich glaube dem...

Die Last der Welt

Kennst du den Moment, in dem du im Spiegel dein eigenes Gesicht als fremd empfindest? In dem dich jedes Wort verletzt, und du die Welt ausschließen willst? In dem du zufrieden und zugleich unglücklich bist? Man kann es nicht jedem Recht machen, doch wieso nicht mal mir selbst? Die Menschheit kämpft mit so viel. Arbeit, Familie, Liebe. Wieso trage ich die Last für mich alleine? Sie gehört mir...

Spät im Herbst

Manchmal ist der Himmel noch klar. Abende bleiben laut und illuminiert. Winterreifen und Frostschutz laufen gut. Über Dächern lagert sich Nebel wie graues Laken. Schwerer wird in der Stadt das Atmen. Bald fällt der erste Schnee nass und grau aus schwarzen Wolken. Wie gewohnt läuft das Weihnachtsgeschäft an.

Ratschläge

Zappe dich durch deine täglichen Programme, emotionslos cool. Nimm regelmäßig an Meinungsumfragen und Wahlen teil. Lebe dynamisch. Gebrauche nur positive Gedanken sowie genügend Kreditkarten Sei stets top modisch gestylt, hörig den Medien. So wird dein Leben einsichtig, datentauglich und berechenbar.

Der Spiegel

Sehe ich Dich, sehe ich mich. Zwei Herzen, eine Seele Zwei Köpfe, ein Gedanke Zwei Münder, ein Kuss. © Inge Millich 14.11.14

Kinderkram

Wenn Kinder lachen, aus Tränen Perlen machen. Niemals Zweifel hegen, was falsch ist oder richtig.... Mit Liebe Hass weg fegen Besitz ist niemals wichtig, dann ist noch alles offen dann können wir noch hoffen. Doch handeln wir nicht wie ein Kind weil wir leider schon erwachsen sind. © Inge Millich 14.11.14

Kann sein

Kann sein, dass ich nichts verstehe Diese Welt, sie ist so fremd So fern und doch in meiner Nähe Kann sein, dass ihr sie besser kennt ... Kann sein, dass ich nicht alles wisse Was diese Welt mich hat gelehrt Es ist, als ob ich nichts vermisse Kann sein, dass sie sich mir verwehrt Kann sein, dass man im Dunkel sieht Was auszusprechen nicht vermag Weil es im Dunkeln meist geschieht Kann sein,...

Die Speisekarte

Der Kellner malt Bilder vom Paradies. Und legt sie auf jeden Tisch. Und, wenn Gäste kommen. Dann sehen sie sich diese Bilder an. Nehmen sie mit sich. Und wissen: „Sie haben mehr als ein Steak! Mehr als eine Suppe! Mehr als einen Wein!“ Sie haben die andere Speisekarte. Und das Paradies wartet auf Sie: „Mit neuen Gedanken! Und neuen Ideen! Mit neuen Gefühlen! Und neuem Wissen! Mit neuem Mut! Und...

Baumes Tod

Aus einem Samenkörnchen sacht stand dort ein Baum in voller Pracht. Hochgewachsen, wunderschön Stattlich anzuseh’n. Um ihn herum, da wuchsen Blumen vom Picknick ein paar Kuchenkrumen Herzen in den Stamm geschnitzt Namen drunter eingeritzt Vögelchen in seiner Krone bauten Nester um zu wohnen charakterfest herausgeputzt gab er vielen von uns Schutz So wuchs er stetig hoch und höher kam dem Himmel...

Unerfüllt

Sehnsucht fängt mich gerade Gedanken eilen zurück, zu Dir Vergangenheit frisst wie die Made Zwingt zu verweilen, ich frier Warum nur hältst Du mich noch fest lässt mein Herz nicht gehen? Schemenhaft, winzig der Rest der süßen Wolke, will sie doch nicht verwehen © Inge Millich 11.11.14

Die Schlüssel

Heute habe ich einen Mann getroffen. Der hat jeden Mensch gekannt Jeden Mensch. Der jemals gelebt hat! Mit jeder Sekunde. Und er weiß Es: "Der Mensch hat Kraft, wenn er seine Träume lebt!" "Der Mensch hat Macht, wenn er sein Leben liebt!" "Der Mensch hat Wissen, wenn er seine Zeit nutzt!" Und der Mensch, der das Leben richtig sieht, findet Frieden! Heute habe ich einen Mann getroffen. Der hat...

Winterflüstern

Winterflüstern Eisfäden schmücken Extravagant Kahle Äste, sich bücken Stilvoll, elegant Winters Odem streichelt Eisblumen auf Wintergartens Fensterglas schmeichelnd mit güldenem Glimmer blitzen Sonnenspitzen bunt glitzernder Schimmer zu filigran gefrorenem Gras Verzaubertes Schweigen im Wintertraumkleid Ein Schneeflockenreigen wirbelnd im Tanz, der Kristallprinzessins Geleit © Inge Millich...

Sandkasten-Geschichten

Deine Geschenke, damals, wir waren noch klein, mal ein Herzkuchen aus Sand, mal ein Stein. Wie hab ich Dich dafür geliebt, war so glücklich, dass es Dich gibt. Wir haben uns ewige Freundschaft geschworen doch haben wir uns dann aus den Augen verloren. Aber wie es im Leben so geht, Jahre später, auf der Universität Längst aus meinem Leben verbannt hab ich Dich wieder erkannt. Mein Herz hat...

Die Klingel

Ich gehe so meinen Weg. Ich sehe einen Baum. Und denke: „Er ist die Welt!“ Ich berühre ein Wort. Und sehe: „Das ist die Sonne!“ Ich lese alte Notizen. Und weiß: „Das ist die Reise!“ Und ich sehe, wie der Tag anbricht. Wie die Tür zu Engeln! Und wie die Kraft, des Lichtes, lebt. Und mir wachsen Flügel! Du könntest nun denken: „Ich bin ein Träumer! Ich bin ein Narr! Ich bin ein Spieler!“ Aber ich...

Schmuddel-Moll

Trotzig-dunkle Miesmach-Stimmung, schlecht verpackt in Regen-Grau, kalte Herbstblattblues-Gesinnung, Tränenwind in Grippig-Flau. Oh, wie wünscht ich mir das Leben sonnig-schön und ohne Tiefs. Inselblau und immer eben, keinstenfalls mit Schnupfen-Schniefs!!! Doch leider interessiert's wohl keinen ob ich noch gut bei Laune bin. Was nützt mir dann mein Quengel-Weinen? Ich nehm den Regen halt so...

Die Forellen

Heute Morgen sass ich am See. Und habe ein paar schlafende Forellen beobachtet. Dann dachte ich mir: „Gönne Dir mal wieder einen Spaß! Bringe mal wieder etwas Chaos ins Leben!“ Und ich habe, mit ein paar hart gekochten Eiern, nach den schlafenden Forellen geworfen. Und dann ist es wirklich geschehen. Völlig verschreckt sind sie aus dem Wasser gerannt. Und haben sich, vor meinen Augen,...

Advent

Wohlgeruch winterlicher Düfte, Bratapfel mit Zimt. Hauchzart schwingt er durch die Lüfte, weihnachtlich uns stimmt. Erinnerungen werden wach, durchströmen’s Herzerl schwach. Es kann sich nicht erwehren Sehnsucht ruft, will uns betören. Von fern tönt leis ein Glockenklang Advent zieht uns in seinen Bann. ©Inge Millich 3.11.14

Karneval

Heute habe ich wieder mal über die wahre Sprache nachgedacht. Dabei habe ich am Fenster gesessen. Einen Tee getrunken. Leute beobachtet die vorbei gehen. Den Baum bewundert. Den Vögeln zugehört. Mir den Himmel angesehen. So, in aller Stille! Und mit allem Frieden! Und das Leben genossen. Mit allem drum und dran. Mal sehen dachte ich mir dann. Träume und Sätze und Ergebnisse. Was da so kommt?...

Gruselstunde

Rübengeister vor den Türen locken Kinder an, verführen ihre kleinen Herzen, dass sie, aufgelegt zu Scherzen, sich als Spukgespenst verkleiden, harmlos ihren Schreck verbreiten. Und die kleinen Lauser, warnen jeden Knauser, der nicht Süßigkeiten spendet, dass für ihn das Glück hier endet: Denn, wenn wir in die Röhre schauen gibt’s für Euch ein kleines Grauen Uuhahhhhrr ©Inge Millich...

Schlafenszeit

Ein Uhu saß im Nachtgefieder, bei Sichelmond in Waldesruh, auf seinem Ast, schon alt und bieder und seufzte brav sein Hu-Huhu. Er ahnte von der nahen Stunde, sein Herz schlug freudig auf zum Ziel. Voll Weisheit tat er letzte Kunde, dann war es plötzlich gänzlich still. © Susann Kraft. All rights reserved.

Halloween

Geisterhand umfasst den Wahnsinn, ein Gruselzauber geht auf Wacht. Der Kürbiskopf zeigt Grinsezähnchen, vom Kirchturm schlägt's gleich Mitternacht. Wer traut sich auf die Gassen heute, wenn Hexentanz und Phantasie bei Dunkelheit dem Unsinn frönen in schaurig-schöner Euphorie... © Susann Kraft. All rights reserved.

Der Ausbruch

Heute war die Welt ein Mensch. Auf der Suche nach neuen Vertrauen. Auf der Suche nach neuem Wissen. Auf der Suche nach neuen Gesprächen. Auf der Suche nach neuer Kraft. Irgendwo im Universum. Vielleicht ohne es je zu finden. Deswegen frage ich Dich. Warum bist Es nicht Du: "Der Mensch mit neuen Vertrauen! Der Mensch mit neuem Wissen! Der Mensch mit neuer Kraft! Der Mensch mit neuen Träumen!" Der...

Die Jahre

Vergessen ist sie nie Auch wenn sie längst erloschen Die Zeit seit seiner Früh nur ersetzt durch Groschen Groschen, die uns sagen dass wir, die Menschen nie genügend haben, ob wir da noch Menschen bleiben?

Verlust

Mir fehlt der Sonne liebstes Scheinen, ihr Lächeln, das mein Herz verbindet mit all den bunten Wunderdingen, die herbstens durch den Garten springen und plötzlich, wenn die Stunde schwindet, in Dunkelheit verborgen weinen. © Susann Kraft. All rights reserved.