Familie

So stabil und doch verwundbar, bin ich ein Teil von Dir. Hereingeboren in eine wunderbare Welt. Laufen, sprechen und leben gelernt. Behütet und geliebt. Und doch verlass ich Dich, um mich selbst zu erfahren. Eine neue Familie wird entstehen. Andere Menschen werden Teil von ihr, Die behütet und geliebt werden wollen. Wachsen miteinander unzertrennbar. So stabil und doch verwundbar, schrumpft auch...

Das Leuchten deiner Spur

Etwas an dir, wie du dich bewegst, als ob du die Erde mit Sanftmut pflegst, zieht mich zu dir, ganz ohne ein Wort, als trüg mich mein Herz an den richtigen Ort. Etwas an dir bleibt für immer bestehen, wenn deine Schritte im Winde verwehen. Ein Blick und ein Hauch, ein heimliches Flehen, sie lassen mich heute das Leben verstehen. Ich weiß nicht, wohin uns die Reise noch lenkt, ob Liebe uns Dauer...

Das Licht der Annahme

Wenn die Schatten länger werden und der Lärm der Welt verblasst, suchst du Trost auf Erden, unter deiner schweren Last. Es gibt Stimmen in der Stille, die dir sanft entgegenwehen, beuge ruhig deinen Willen, lass es einfach nur geschehen. Selbst wenn dunkle Wolken jagen und das Ende fern erscheint, wird das Licht den Morgen tragen, der mit deiner Hoffnung weint. Nimm es dir nicht so zu Herzen,...

Das Natürliche

Das Natürliche Das Natürliche braucht keine Tarnung, Es muss sich über Alltägliches nicht erheben, Sich nicht aufspielen, um als Warnung Seine eigenen Intrigen auszuleben. Denn sehr bald erkennt die Umgebung, Dass keinerlei Poltern gebraucht Und niemand, der als Kritikerhebung Nur die Lebenszeit Guter verbraucht. Das spüren ja unsere Mitmenschen: Wo das Natürliche als Wertigkeit bleibt Und wo...

Wer andere als Dampfplauderer bezeichnet

Wer andere als Dampfplauderer bezeichnet Wer andere als Dampfplauderer bezeichnet, Der sollte vielleicht doch selbstkritischer sein, Bedenken, ob die Person sich nicht selbst meint, Vor allem, wenn sie ständig Gedichte auswirft Und damit mindestens ein Forum befüllt. Ist so jemand berechtigt, überhaupt geeignet Zu kritisieren - oder vielleicht nur gemein, Wenn diese Person sich zur Güte nicht...

Schlangen Weise

Zu Land oder zu Wasser Macht Schlange keinen Kummer Selbst Luft sie überbrücken Sobald von Ast sie springen Abseits Natur-Umgebung Terrarien die Festung Die Menschen ihnen widmen Zum sicheren Betrachten So ähneln hier Amphibien Dem Kollektiv des Menschen Wie dicht an dicht Gedränge Heißt Schlange und birgt Enge Wer über Ansteh’n mäkelt Wen schuppig Haut gar ekelt Dem darf versichert sein Dass...

Am Hof des digitalen Königs

Die Funken platzen aus den Datenmonden, die Nacht vibriert im kalten Schein. Ich treibe durch die überfüllten Zonen, wo Pixel wie Kathedralen steh’n. Ein Algorithmus atmet leise, sein Chor aus Codes beginnt zu singen; drei Bots verzerren alte Weise am Hof des digitalen Königs. Der Hüter über Firewalls brennt Schatten in die Träume. Ich liege still im Strom der Calls, gefesselt an die...

Liebesbereitschaft

Liebesbereitschaft Ein Vollblutweib zu haben Gehört zu jenen Gottesgaben, Von denen mancher Mann ja träumt, Dessen Seele damit aufgeräumt. Daran lässt sich nicht rütteln, Das will er auch nicht abschütteln. Zum Freunde wird er sagen: „Mit so einer will Liebe ich wagen.“ Wer als Frau diesen Weg gegangen, Weil sie anerkennt sein Liebesverlangen, Die hat sich für das Dauerglück entschieden, Welches...

Er hat das Recht

Er hat das Recht Immer mehr müssen wir bei Einkäufen konstatieren: Verkäufer können nicht beraten, weil keiner nah. Auch bei manchen Reparaturen kann man spüren: Man erklärt zwar viel – aber der Schaden bleibt da. Es wird dabei so wunderbar parliert, Als säße man in einem sanften Parlament, Der Kunde zu elementarem Wissen geführt, Wie man das von ellenlangen Beipackzetteln kennt. Zur Beratung...

Wo die Welt neu beginnt

Was wäre, lösten wir die Schranken, die tief in unsren Geistern kranken? Kein Drohen mehr, kein kalter Krieg, nur offener Himmel und weites Glück. Was wäre, lebten wir im Heute, befreit von Gier und alter Beute? Wir teilten Zeit und jeden Raum, ein jeder trüge diesen Traum. Kein ferner Staat, kein fremdes Land trennte uns mit harter Hand. Kein Ruf zum Kampf, kein heiliger Zorn, kein Hass, zur...

Zeit der Liebe

Zeit der Liebe Es ist die Zeit, in der die Herzen fliegen, wenn Hoffnung, Mut und Zärtlichkeit uns wiegen. Komm, reich mir deine Hand, lass Nähe sprechen, bis alle alten Zweifel leise zerbrechen. Durch helle Morgen, über weite Felder führ ich dich mit in tiefe, stille Wälder. Wer bist du tief im Kern, was hat dich geprägt? Wer gab dir Trost, wenn dich das Leben schlägt? Gab es eine Stimme, die...

Es ist gar

Es ist gar Es ist gar mancher Frauen Ziel, Für immer zu bleiben – nicht zu fliehen. Wenn der Mann das verstehen will, Muss er verzichten – vielleicht mitziehen? Nicht selten wächst ihm auch das Bleiben, Nach der Flucht die Rückkehr in vertraute Räume. Will man das überhaupt als Leben betreiben, Damit man Schicksalsgunst nicht versäume? Langmütig bleibt nur die Duldsamkeit – Auch bei einem...

Wie würden sie staunen

Wie würden sie staunen Wie würden sie staunen Unsere Vorfahren von vor 200 Jahren, Kämen sie in unsere heutige Welt! Kopfschüttelnd würden sie raunen, Was an Lichtern, an Straßen, wo Autos fahren Und was das Smartphone alles bereithält! Neugierig wäre ich, doch zu wissen, Wie sie diese unsere heutige Welt sehen würden Und ob sie mit uns noch auskommen könnten. Sähen sie bei uns überhaupt Glaube...

Echo in den Augen

Ich starre hoch, der Himmel grau und leer, der Tag flackert wie ein Bildschirmfehler her. Dein Blick taucht auf, so giftig und so grell, zu hell für diese Welt, digital entstellt. Ich flüchte heim, will mich im Dunkeln fassen, doch selbst mein Kissen kann dich nicht entlassen. Der Morgen kommt, der Kaffee bleibt nur bleich, am Fensterglas regiert dein Schattenreich. Als wärst du nie gegangen,...

Wenn Noah wieder auftaucht

Kommt raus aus euren Feeds, kommt raus aus euren Räumen, so einen wie Noah sah man lange nur in Träumen. Alle bauen an etwas: Start-ups, Profile, Plan. An Bildern, die glänzen sollen, damit man sie teilen kann. Manche schreiben Listen, manche löschen sie sofort. Alle sind müde geworden an diesem lauten Ort. Jungs wie Mädchen, und die dazwischen gehen – doch wenn Noah wieder auftaucht, bleibt die...

Müßiggänger

Müßiggänger Was wäre der Mensch ohne Bequemlichkeit? Nur eine Schönheit in eigenem Spiegel? Wie käme er jemals zu größerer Freiheit, Schmelze er nur ständig Blei im Tiegel? Da muss man sich an Müßiggang gewöhnen, Damit man sich etwas mehr Freiheit wähle: Das Gemüt darf sich mit Lächeln versöhnen, Wo es sich ein wenig aus der Gegenwart stehle. So lob‘ ich mir denn jenen Müßiggänger, Der damit...

Umweltschützer???

Umweltschützer??? Da sind sie wieder mal im Hotel, Alles hochgeheizt, überall ist’s hell, Die Türen sperrangelweit offen, Als wäre nichts klimabetroffen. Man glaubt gar nicht, wie da verschwendet, Klimaignoranz sich scheinbar nicht wendet, Weil im Haus offensichtlich an nichts gespart, Immer wieder wird neues Heizöl hergekarrt. Manche Duschen laufen die volle Stunde, Schließlich ist man ja...

Fuchs im Neon

Sie lief durch die Straßen im ersten Licht, ihr Lachen ein Funkeln, das Dächer zerbricht. Sie nahm meine Liebe, so viel ich nur gab und hielt mich in Atem, hielt mich auf Trab. Wir reden von Freiheit, von Schuld, von Verstand, und stürzen dann blind in ein digitales Land. Sie schrieb mir ein Feuer, ließ Asche daraus, ich renne durch die Nächte, finde nicht mehr nach Haus. „Komm rein, trink einen...

Dialog

Dialog Eine faire Person akzeptiert Ich und Du, Vergreift sich nicht am heiligen Zwischen, Gibt der Toleranz Präsenz, Zeit und Ruh‘ Wird ehrlich die Herzen nicht aufmischen. Wer seinem Gegenüber bescheinigt, Dass Göttersinn im Wortgewissen, Weil er selbst gewissensbereinigt, Der wird dann akzeptieren müssen, Dass er den Partner ernstgenommen, Als Mitmensch auf Augenhöhe gestanden, Weil er zum Du...

Davos

Davos Zu glauben, in der Hochgebirgsluft Würde geistige Strahlkraft gedeihen, Es gäbe dort keinen einzigen Schuft, Um Fairness wäre umfassend zu freien, Der kennt nur sein großes Verlangen, Aber wird man dorthin gelangen? Kann man da überhaupt begreifen, Wie nahe wir alle dem Himmel sind? Kann überhaupt ein Frieden heranreifen Oder bleibt er für die Mitmenschlichkeit blind? Friedlich müsste...

Nachtbus ohne Ziel

Markus ist wieder unterwegs, die Nacht ist groß, der Rucksack schwer. Die Mails vom Amt – er öffnet keine, sie drücken nur, sie helfen nicht mehr. Er will nicht bitten, nicht betrügen, kein Antrag, der ihn bindet hier. Lieber gehen mit leeren Taschen als ein Leben ohne Tür. Der letzte Job – ein Rad, ein Auftrag, ein müder Bildschirm, müder Blick. Ein „Danke“ noch, das nichts bedeutet, ein...

Albtraum

Ich wollte nur ein letztes mal nach ihr sehen ich konnte diesem stechenden Verlangen nicht widerstehen also schlich ich mich wie ein Dieb durch die Nacht wie ein kleiner Quälgeist der nichts als Unheil bracht ich kenne diesen Weg mehr als nur auswendig immerhin diente er mir in gewissen Zeiten ständig verstohlen habe ich in meiner Tasche den Schlüssel gepackt und wie ertappt ist mein Herz tief...

Sommerwind

Die Sonne steht am Horizont der Wind säuselt als er ihre Hitze holen kommt flüsternd regt er alle zur Bewegung an tut was die Sonne nicht kann verteilt den Löwenzahn im Himmel zerstreut endloses Gewimmel es entsteht was sich gut versteckt während die Sonne weiter alles neckt

Leben

wir haben keine Zeit das Leben entscheidet welche Erinnerungen es aneinander reiht es gibt so viel zu sehen wir bleiben bei den schönsten Momenten stehen Alles hat ein Ende so viel Zuneigung gegeben in falsche Hände es gibt kein zurück das Leben lebt man nur in einem Stück so viele Möglichkeiten tausende Wege die wir mit unserem Namen können beschreiten es scheint schier unendlich was für ein...

Das Herz

das Herz so groß und überfüllt mit Liebe gezeichnet von zähflüssigen Rinnsalen so erlebt es tausend wortlose Kriege vergräbt sich selbst in unendlichen Qualen überall findet sich seine heiße Spur die es an alles warm modrig bindet wandelt so umher weil es nur kälte erfuhr blind schwimmend, hoffend das es Licht findet nahezu schwarz ist der bisherige Weg gefärbt will das endlose vertrauen nicht...

Ein Januar ohne Schnee

Ein Januar ohne Schnee Ein Januar ohne Schnee Kennt meine Erinnerung nicht, An Schneebällen war nie zu sparen. Das tut mir im Herzen weh: Kein Kinderschlitten hier in Sicht, Immer mehr Hochnebel mit den Jahren. Heute tragen Menschen zwar Winterkleidung, Als würden sie am Nordpol leben müssen, Um sich in Winterträume zu begeben. Doch da gibt es keine Krankheitsvermeidung, Grippeviren werden...

Manche meinen

Manche meinen Manche meinen: Wenn man Wissenschaftler ruhigstellt, Wie man früher Propheten vernichtet, Wäre jedes Weltproblem behoben. Und den Kleinen? Denen gibt man Brot, Spiele und Geld, Damit sie dem Regenbogen verpflichtet Und sich auch keiner erhoben. Kleinmütigkeit muss erst am eigenen Leib erfahren, Dass eine Erderwärmung von 40 Grad Celsius wehtut. Tatsachen lassen sich natürlich...

Wenn Neues leise anklopft

Wir gingen Wege, Stein für Stein, mal eng, mal weit, mal groß, mal klein. Doch jeder Schritt, den wir verloren, hat uns ein Stückchen neu geboren. . Die Jahre flogen, leicht und schwer und manchmal trug uns keiner mehr. Doch wo ein Schatten sich verfing, wuchs später still ein Neubeginn. . Ein Wort, ein Blick, ein leiser Mut tat uns im Dunkel manchmal gut. Und was wir suchten, fand uns dann in...

Kleine, feine Herberge

Kleine, feine Herberge Immer wieder hört man, dass einer klagt: „Teuren Urlaub kann ich mir nicht leisten!“ Doch wo der Wille zum Suchen versagt, Kann man mit Jammern nichts erdreisten. Es gibt die vielen Angebote ja immer noch, Überall die kleine, feine Herberge. Sie ist zwar einfach, bezahlbar dennoch, Selbst wo aufragen die hohen Berge. Man sollte im Internet nachschauen, In den riesigen...

Todmüde

Todmüde Mitunter bringt mich fehlende Ruhe In eine fast todmüde Zone. Obgleich ich liege und nichts tue, Ist nichts, was Aufbleiben lohne. Weil meine Sinne schwächeln, Fehlt mir Dein Frauenlächeln. Früher trug alles Lächeln Jugendfreude – Und damals immer wieder mir zurück, Wo das pralle Aufleben vieler Leute Leicht öffneten den Tag zum Sonnenblick. Heute kann todmüde ich nur hoffen, Dass...


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