Der Zeitjetztwahnsinn

Früher hatt’mer auch kein’ Plan, doch da blieb uns Zeit zum Tan. Heut rennt jeder wie bekloppt – die Uhr, die bleibt, wo sie gestoppt.

Zeit ist kein Fangspiel

Früher war die Zeit nicht mehr, doch lief sie langsamer einher. Jetzt jagt ihr jeder hinterher – sie einzufangen, bleibt nur Mär.

Früher hatt’mer Zeit

Früher hatt’mer Zeit zum Warten, heut muss alles flitzen, starten. Geduld is wie’n alter Hut – verloren jejen App und Mut.

Geduld verliert den Klang

Was einst in Warten Würde trug, wird heut per Klick im Schnellgang blass. Geduld war einst ein stiller Flug – jetzt zählt nur Tempo, nicht mehr Maß.

Die Dichte der Tage

Ein Kindheitstag war wie ein Jahr, voll Wunder, Rätsel, heißem Licht. Der Arbeitstag heut kaum noch klar – verfliegt, als wär er gar nicht da.

Wissen gegen Weisheit

Wir wissen viel, doch fühlen kaum, was Wahrheit ohne Zahl noch wär. Früher sprach man’s aus im Raum – heut fragt man lieber ChatGPT, woher.

Zwischen Glanz und Schatten

Früher glänzte das Gedicht, wenn einer mit dem Herzen sprach. Heut glänzt der Filter – echtes Licht verblasst in Bildbearbeitungsfach.

Technik kann nicht trösten

Früher sprach das Fenster Licht, die Welt war klein, doch war sie nah. Jetzt spricht der Screen, doch tröstet nicht – und Nähe bleibt oft nur ein „Aha“ im Zeitgeschehen.

Zeit ist, was wir ihr geben

Nicht Uhren zählen unser Sein, sondern das Staunen, das uns füllt. Was uns bewegt, lässt uns gedeihn – der Rest wird fortgespült.

Gewohnheit als Verblasserin

Im Einerlei wird selbst das Licht zum grauen Schimmer ohne Kraft. Was täglich kommt, erkennt man nicht – die Zeit wird schal und trüb.

Das erste Mal zählt doppelt

Ein Augenblick, der neu uns trifft, brennt tiefer als ein Jahr im Kreis. Denn was die Seele einmal griff, bleibt heller, schärfer, heiß.

Erst Wandel schenkt die Weite

Die Zeit wird breit durch neues Tun, nicht durch das ewig gleiche Drehn. Wer bleibt, der wird sich selbst vertun – wer wandert, bleibt bestehn.

Routine frisst Erinnerung

Wenn jeder Tag dem andern gleicht, wird selbst die Sonne unbemerkt, die Uhr läuft still, das Herz verweicht, der Sinn bleibt ungestärkt.

UNTER DEUTSCHEN II – WAND AN WAND

UNTER DEUTSCHEN II - WAND AN WAND Das fiktive Lyrische Ich berichtet ----------------------------------- Diese Kälte, diese Kälte bringt mich selbst im Hochsommer fast um den Verstand Schon seit zehn Jahren lebe ich Wand an Wand mit einer rein deutschen Hassfamilie Vater, Mutter, Tochter, Sohn zu mir eisig - Hand in Hand Achtung, Anstand, Freundlichkeit, Höflichkeit, Mitgefühl und Respekt kennen...

UNTER DEUTSCHEN I

UNTER DEUTSCHEN I "Ich möchte nicht neben Fremden wohnen" Sagen vor allem diejenigen Deutschen, die keinen Ausländer oder Einwanderer persönlich kennen "Ich möchte nie wieder in einer rein deutschen Gegend wohnen" Sagen vor allem weltoffene und woke Deutsche, die ihre rein deutschen Nachbarn kennen Stephan Wannovius, 24/06/25

BOSHEIT

BOSHEIT Man kann sie nicht ausrotten nicht verbieten nicht vertreiben Man kann sie aber bekämpfen beschränken eindämmen isolieren Sie - die Bosheit wie eine Pandemie Stephan Wannovius, 24/06/25

LYRISCHER FAKT VIII – genial unverständlich

LYRISCHER FAKT VIII - genial unverständlich ---------------- Dichter, mit einem verständlichen, aber banalen Gedicht, verlierst du dein Gesicht Ein sprachlich meisterhaftes, jedoch völlig unverständliches Gedicht verleiht dir dagegen hohes Ansehen - größtes literarisches Gewicht Kaum ein Kritiker, kaum ein Leser möchte sich zu seinen intellektuellen Defiziten und Interpretationsschwierigkeiten...

LYRISCHE BILANZ

LYRISCHE BILANZ Lange, oft und viel mit Leidenschaft gedichtet Dabei stets dem Guten, der Menschlichkeit und der Wahrheit verpflichtet So mancheVerse gar an Jesus Christus gerichtet Dennoch all die Jahre mit der Poesie nichts ausgerichtet Hoffentlich auch nichts angerichtet Am besten wird künftig nicht mehr gedichtet, konsequent auf Lyrik verzichtet Stephan Wannovius, 24/06/25

NETTE und INTERNET(t)e

NETTE und INTERNET(t)e Früher gab es noch viele nette Leute Heute findet man fast nur noch INTERNET(t)e Vielleicht fällt deshalb die Begegnung von Mensch zu Mensch so schwer Wer traut sich noch, statt aufs Display einem Mann oder einer Frau direkt in die Augen zu schauen Stephan Wannovius, 24/06/25

“KrePPs”

"KrePPs" --------- Klingt viel zu harmlos für einen hinterhältigen millionenfach tödlichen Feind: Cancer oder Krebs Ich bin dafür, im Deutschen das sanfte "bs" durch ein hartes Doppel-P zu ersetzen: KREPPS Stephan Wannovius, 24/06/25

KREBSGESCHWÜRE

KREBSGESCHWÜRE Mitleidslose Menschen haben nicht einmal ein Gespür für dein Krebsgeschwür Aber vielleicht sind Gefühlskälte und mangelndes Mitempfinden ebenfalls ein Krebsgeschwür - ein gesellschaftliches Stephan Wannovius, 23/06/25

KREBS!

KREBS! Deinen Feind vor dir kannst du rechtzeitig sehen Auch deinem Feind rechts oder links neben dir kannst du oft entgehen Doch bei deinem Feind hinter dir, ist es schnell mit dir geschehen Hinterrücks greift er dich an Und dann bist du dran Häufig nistet er sich zerstörisch bei dir ein Er will nie, nie mehr auf dich verzichten, will dich komplett vernichten Für dich beginnt ein Kampf auf...

LYRISCHER FAKT VII – Des Dichters Mission

LYRISCHER FAKT VII - Des Dichters Mission ------------------- Völlig ichbezogene Dichter sind vom Zwang getrieben, ihr Name werde in alle Welt geschrieben Wahre Lyriker fühlen sich dagegen einer poetischen einer ethischen einer moralischen einer philosophischen einer politischen einer religiösen einer sprachlich-ästhetischen oder anderen Mission verpflichtet Ihr Einsatz ist ganz auf ihr Thema,...

DIE KREUZESTAT

DIE KREUZESTAT --------------------- L I L I E B E B E - K R K R E U Z U Z - L E L E B E N E N - Aus reiner Liebe zu uns Verlorenen opferte JESUS CHRISTUS, GOTTES einziger SOHN, qualvoll am Kreuz sein sündloses Leben, um allen die IHM im Glauben nachfolgen (ein) neues, ewiges Leben zu schenken Lasst uns das in Dankbarkeit und Ehrfurcht stets bedenken Die Welt darf uns nie, niemals davon ablenken...

POETISCHES DU

POETISCHES DU Ein Dichter muss sich selbst überwinden, um Akzeptanz zu finden Er muss seinem eigenen Schmerz entgehen, den Schmerz des anderen sehen und ihn verstehen Mitfühlend kann so lyrische Herzensverwandtschaft entstehen Stephan Wannovius, 10/02/24

BESSER GESUND

BESSER GESUND Auch die beste Krankheit kann keinen Charme entfalten Deshalb sollten wir uns, soweit möglich, unsere Gesundheit erhalten und uns von Risiken fernhalten Stephan Wannovius, 23/06/25


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