FREUNDSCHAFTSTOD

FREUNDSCHAFTSTOD Nein, nein, ich melde mich nicht mehr Das einzusehen, fiel mir schwer: Unsere Freundschaft ist längst beendet Nicht einmal zur Kameradschaft hat sie sich gewendet Lange, lange habe ich dafür geworben, wie früher einig und begeistert die gemeinsamen Wege zu gehen Doch was uns einst verband, scheint vor Zeiten schon gestorben Stephan Wannovius, 16/05/25

SCHEIDUNGSFEST

SCHEIDUNGSFEST Nach der Scheidung feierte sie mit ihren Freundinnen ein Freudenfest Sie hatte Freiheit, das Haus und die Kinder bekommen Ihrem Mann hatte sie die Familie, das Vermögen, die Ehre und den Lebensmut genommen Nach der Scheidung feierte sie mit ihren Freundinnen ein Freudenfest Das gab ihm den Rest Er vermochte sein Schicksal nicht zu wenden und beschloss daher, sein Dasein mit...

EHESCHEIDUNG

EHESCHEIDUNG Ich kann dich nicht mehr leiden Ich werde mich für meine Freiheit entscheiden Ich lasse mich endlich scheiden Ich möchte wieder glücklich sein Das kann ich nur allein Sieh das bitte ein Vielleicht werde ich dich nicht hassen Aber ich will mich nie, nie mehr mit dir und deinen Sorgen befassen Stephan Wannovius, 16/05/25

SCHEIDUNGSKINDER

SCHEIDUNGSKINDER Sie können sich bei keiner neutralen Person darüber beschweren Sie können sich gegen ihr Schicksal nicht wehren Scheidungskinder sind nicht zu beneiden Früh schon lernen sie leiden Scheidungskinder dürfen sich nicht zwischen Mama und Papa entscheiden Gerichte entscheiden über sie Scheidungseltern lehren Scheidungskinder, Vater oder Mutter zu verachten und zu hassen Doch wie sehr...

SCHEIDUNG

SCHEIDUNG Zwei begraben ihre einstige Liebe Zwei begraben Familie und Familienbindung Zwei begraben gemeinsame Verantwortung Zwei begraben ihren Treueschwur Zwei begraben ihre moegliche Zukunft Auch wenn nur eine Seite das will Zwei begraben ihre Geschichte Vielleicht eine oder einer davon heimlich mit bleibenden tiefen Schmerzen im wunden Herzen Zwei begraben vor Gericht ihren Charakter, ihre...

Gib mir Zeit

Gib mir Zeit Gib mir Zeit und ich führe Dich dorthin, wo die Sonne aufgeht. Lass mir Zeit und ich begleite Dich dorthin, wo der Mond am Himmel steht. ©Hans Hartmut Karg 2025 *

Wieder ist Mai

Wieder ist Mai Schon in hellem Licht Höre ich der Vögel Stimmen Und lausche ihren Klängen. Zwar will die Nacht sich längen, Doch das Summen der Immen Gestattet ihr das nicht. Da drehe ich mich, Begrüße den Tag im Mai, Der mir Freuden bereitet, Mich ins Leben geleitet, Denn beim Tandaradei Erspürt‘ ich Dich. ©Hans Hartmut Karg 2025 *

Wurmsicht

Der Wurm aus seiner Bodennähe Erlebt gar manches ohne Wehe Von drin heraus oder mitten durch Nimmt Reißaus gar vor Igel und Storch. Vom Standpunkt her könnt er uns lehren Von oben herab nicht aufzubegehren Wie Schöpfung und Natur vorleben Nach Harmonie und Einklang streben. Selbst in Holz und Obst hat der Wurmstich Nicht nur wider sondern auch für sich. Als Nahrungsquelle und Behausung Für Wurm...

HEIMWEH

HEIMWEH Vielleicht ist neue Heimatliebe der größte Urlaubsgewinn Denn in der Fremde steht vielen bald nach ihrem eigenen Zuhause der Sinn Stephan Wannovius, 15/05/25

UNERWARTETE URLAUBSERFAHRUNG

UNERWARTETE URLAUBSERFAHRUNG Viele fahren für eine Menge Geld in den Urlaub, nur um dort zu erfahren, dass es daheim am schönsten ist Daheimgebliebene ersparen sich diesen Umweg und dürfen so obendrein alle Reisekosten sparen Stephan Wannovius, 15/05/25

MEIN NÄCHSTER – ICH

MEIN NÄCHSTER - ICH Von vielen wird es beklagt Von etlichen jedoch voller Begeisterung gesagt Dass sich jeder selbst der Nächste sei Das bedeutet: Jeder mache sich vom anderen frei und gehe besser an ihm vorbei Man beklagt es oder sagt es froh dahin, denn darin stecke tiefer Sinn: Wenn jeder Einzelne an sich denkt, ist an jeden Einzelnen gedacht Stephan Wannovius, 15/05/25

Die Liebe braucht

Die Liebe braucht Liebe ist mehr als ein Bettgeschäft, Denn sie erhofft sich Unsterblichkeit, Will nicht, dass man sie nur nachäfft, Dazu braucht es Verschwiegenheit. Das ist ja heute gar nicht mehr so leicht, Wo immer irgendwer irgendwo etwas postet, Egal, ob es tiefgründig oder seicht, Hauptsache Aufmerksamkeit, die nichts kostet. Doch Schauen stumpft ab, es wächst die Gier, Diese zerstört...

Morgeneindrücke am See

Morgeneindrücke am See Sauber sind heuer die Kopfweiden geschnitten, Aus denen man umweltfreundliche Körbe flicht: Korbmacher muss man nicht lange darum bitten, Das alles ist bereits auf das Beste hergericht‘. Wo nun gesunde Weidenbäume stehen, Entlang dem künstlich geschaffenen Seeufer, Da lässt sich noch kein Spaziergänger sehen, Man hört den Kuckuck als einsamen Rufer. Alles ist so ruhig und...

AUS – UND ANRICHTEN

AUS- UND ANRICHTEN Dichter, vielleicht bist du enttäuscht, dass dein Gedicht nichts ausrichtet Dichter, dann denke dankbar daran, dass es wenigstens nichts anrichtet Stephan Wannovius, 15/05/25

GESCHEITERT

GESCHEITERT Dichter, willst du poetisch allein nach Anerkennung streben, wirst du Schiffbruch erleben Denn ein veröffentlichtes Gedicht ändert selten deiner Mitmenschen Sicht Es wird dir keine neuen Freunde geben Stephan Wannovius, 14/05/25

UNBEACHTETE DICHTERLESUNG

UNBEACHTETE DICHTERLESUNG Für die meisten Dichter eine bittere Lehre: Selbst das beste Gedicht gereicht ihnen selten zur Ehre Nicht einmal poetische Meisterwerke füllen der Vortragssaele Leere Stephan Wannovius, 14/05/25

ZWEI GEDICHTE

ZWEI GEDICHTE Ein Gedicht wird in Arroganz, Selbstgefälligkeit und Stolz geschrieben Ein anderes ist der Rest, der von einem Leben voller Erniedrigungen und Verzweiflung geblieben Ein Dichter will sich dichterisch ein Denkmal setzen Ein anderer will mit seinem Gedicht seine Einsamkeit und Leere ersetzen Stephan Wannovius, 14/05/25

Willst Du mir nicht sagen

Willst Du mir nicht sagen Willst Du mir nicht sagen, Was Du wieder angestellt? Gemeinsam könnten wir dann tragen Die Nöte unserer Daseinswelt. Ein jeder Mensch macht manchmal Fehler, Keiner von uns ist vollkommen, Doch Lebensfreude wird uns genommen, Wenn wir hören auf Erbsenzähler. Geht etwas auch bisweilen schief, Darf gerne man sich Hilfe holen, Jedoch nur von dem, der zu uns steht, Mit...

Das Leben wäre einfacher

Das Leben wäre einfacher Das Leben wäre einfacher als gedacht, Wenn man’s kompliziert nicht macht, Eigens belebt den Frieden, die Freiheit Und sich stellt gern der Notwendigkeit. Erklärt man dauerhaft immer nur alles, Erzeugt in fast jedem Fall des Falles Die Aufarbeitung den schlimmen Verdacht, Dass da etwas nicht stimmt, Suchen erwacht. Menschen sollten um ihr Selbst sich bemühen, Nicht...

EINSAM UNTER MENSCHEN

EINSAM UNTER MENSCHEN Um ihrer Einsamkeit zu entgehen, versuchen viele unter Menschen zu gehen Doch auch dort will oft nicht das ersehnte Wunder Annahme und Freundschaft geschehen Denn Menschen verstehen es, Menschen zu übersehen Sie lassen es, sich naeher miteinander zu befassen Stephan Wannovius, Antwerpen, Belgien, 13/05/25

MENSCHEN IN MASSEN

MENSCHEN IN MASSEN Je mehr Menschen wir sehen, desto mehr Menschen übersehen wir In Menschenmassen können wir den Einzelnen nicht wirklich erfassen und uns nicht mit ihm befassen Stephan Wannovius, Antwerpen, Belgien, 13/05/25

FELSENFEST

FELSENFEST Auch wenn alle alle anderen Kräfte schwinden, vermag der Glaube Jesus Christus und die Seinen felsenfest zu verbinden Stephan Wannovius, Antwerpen, Belgien, 13/05/25

TIEFER GLAUBE

TIEFER GLAUBE Die Kraft, die Christen bleibt, selbst wenn alle andere Kraft schwindet, heisst Glaube Das kann nur der empfinden, der bereit ist, sich mit Herz und Seele an Gottes Sohn zu binden Stephan Wannovius, Antwerpen, Belgien, 13/05/25

Lommelig

Lommelig Lommelig bleibt Fleisch uns dann, Wenn der Koch nicht irgendwann Erkennt, dass Fleisch, langsam gekocht Von den Gästen lieber gemocht. Da zeigen Medien noch immer Fleischhaufen mit glänzendem Schimmer Und hoffen, dass der Esser mutig Es sogar dann isst, wenn es sehr blutig. Manches kommt gummiartig daher Oder hat es angebrannt ganz schwer Begeisterung bei denen auszulösen, Die keine...

Glück des Bilderlebens

Glück des Bilderlebens Bei den Pharaonen gab es diesen Blick, Sich mit Bildern zu informieren. Netzwerker fallen darauf heute zurück: Die Schrift, sie muss nicht alles anführen. Viele Unkundige und Nullsprecher Brauchen schriftlos den Bilderkatalog, Denn er wird zum Kenntnisaufbrecher: Der Bilderkanon ist ein voller Trog, Aus dem sich alle bedienen können, Die sich erst das Bild, dann die Worte...

GLAUBE TRÄGT

GLAUBE TRÄGT Du sagst, den Glauben solle man besser vergessen Man könne ihn nämlich wissenschaftlich nicht messen Zudem sei er für moderne Menschen vollkommen unangemessen Doch darauf kommt es nicht an Glaube ist ein Geschenk Gottes Er fängt im Herzen des Einzelnen an Er ist eine Kraft, die selbst in dunkelsten Zeiten unvorstellbare Macht entfaltet Er ist eine Kraft, die auch dort Hoffnung und...

Auch in Dunkelzeiten

Auch in Dunkelzeiten Auch in Dunkelzeiten Heben sich die Hellflächen Von Schwarzzonen ab, Lassen uns den Blick weiten, Können Nöte so brechen, Wegnehmen den Stab. Schaue Hellflächen, nach ihnen, Denn gerade die bangende Seele Ist’s, die Hellflächen braucht. Wenn Du mit all Deinen Sinnen Ausschau hältst, Freund, dann wähle, Was hilfreich, erlaubt und erlaucht. ©Hans Hartmut Karg 2025...

Da hat sich nichts geändert

Da hat sich nichts geändert Einst hat man Indianern Verträge gereicht, Die hatten sie nur zu unterschreiben. Mit Gewehren hat man ihren Willen erweicht: Nur so konnten sie in Reservaten wohnen bleiben. Man nahm ihnen weg ihr eigenes Land, Alle Deals schienen so wunderbar ehrlich. Doch aus ihrem Eigenen wurden sie verbannt, Sonst wäre es für sie dort zu gefährlich. Und dieselben alten...

GOTTVERTRAUEN GEGEN GRAUEN

GOTTVERTRAUEN GEGEN GRAUEN Eine der größten Errungenschaften des Christentums ist, dem Grauen vor dem Leben Gottvertrauen entgegsetzen zu dürfen. Stephan Wannovius, 11/05/25

DER (UN)BELIEBTE

DER (UN)BELIEBTE Der Beliebte fühlt sich von Wertschätzung und Zustimmung getragen Der Unbeliebt fühlt sich von Ablehnung und Missachtung erschlagen Stephan Wannovius, 11/05/25


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