HANDELN – JETZT
HANDELN - JETZT Wer die Freiheit verbieten will, gehört selbst verboten Denn lässt man ihn gewähren, könnte er allen Gewaltherrschaft und Unterdrückung bescheren Stephan Wannovius, 29/06/25
VERBOT!
VERBOT! Wenn es fünf vor zwölf ist, dann können und dürfen die Akteure nicht ewig lang verhandeln, ob und wann sie wollen oder sollen vielleicht, vielleicht auch nicht irgendwann mal handeln Dann gibt es nur eine Sicht - sofortige Rettungspflicht Dann müssen sich alle Demokraten zu den bereits Entschlossenen und Mutigen gesellen und gemeinsam einen Verbotsantrag gegen die Feinde der Freiheit...
IRRTUM – ZU SPÄT
IRRTUM - ZU SPÄT Wer die Freiheit nicht länger ertragen kann Wer sich deshalb sehnsüchtig nach der Unfreiheit zu fragen besinnt, beginnt erst unter einer Diktatur zu reifen und seinen Irrtum zu begreifen Stephan Wannovius, 29/06/25
OFFENE GESELLSCHAFT
OFFENE GESELLSCHAFT In einer offenen Gesellschaft verbindet die Bürger nur zweierlei: Das Wissen, dass sie nichts verbindet außer der gegenseitigen Bereitschaft, verschiedene Wege zu achten Heutzutage ist beides bedroht: die Freiheit und die Vielfalt Viele wollen eine allgemein verbindliche Richtung vorgeben und alternative Wege verbieten Jeder soll parieren und im Gleichschritt marschieren...
PARTEIEN
PARTEIEN Wähler, sage dir und mir: Parteien sind so gut und schlecht wie wir Sie spiegeln die Gesellschaft wider Oder zumindest grosse Gruppe und viele Glieder Parteien musst du deshalb realistisch sehen Du darfst sie nicht als Clubs edlerer Menschen missverstehen Stephan Wannovius, 28/06/25
SCHLECHT(ER)
SCHLECHT(ER) "Alle Altparteien sind schlecht" Mag sein Vielleicht aber ganz so schlecht nicht Doch ich würde nie die erwiesen noch schlechtere neue (Partei) wählen Das kann ich auch keinem empfehlen Stephan Wannovius, 28/06/25
SPRICH MIT EINEM ANDEREN
SPRICH MIT EINEM ANDEREN Mit der Arroganz kannst du nicht diskutieren Denn selbst dein brillantestes Argument wird sie nicht interessieren Alles, was von dir kommt, wird sie ignorieren, nichts ihr imponieren Gern darfst du aber die Arroganz Jesus Christus unters Kreuz legen Dein aufrichtiges Gebet vermag viel zu bewegen Vielleicht wandelt Gottes Sohn die Arroganz in Bescheidenheit und Demut Wenn...
PERFEKTION
PERFEKTION Perfektion ist, was sie ist: perfekt Sie weiss selbst, was sie kann Den Beifall sucht sie nicht Stephan Wannovius, 28/06/25
(UN)ANSPRECHBAR
(UN)ANSPRECHBAR Satire ------ Ich möchte ihm für Gelungenes so gern Gutes sagen Ich möchte, wo nötig, Ermutigung, auch freundliche, konstruktive Kritik wagen Doch das werde ich mir künftig versagen Denn der berühmte Künstler kann weder reines Lob noch Anmerkungen ertragen Schade, denn statt sich voneinander zu entfernen, könnte man im Dialog gegenseitig lernen Aber vielleicht habe ich nicht...
POLITISCHES PARADOX
POLITISCHES PARADOX Je weiter sich die deutsche Gesellschaft zeitlich von 1933 entfernt, desto näher kommt sie an dieses Jahr heran Stephan Wannovius, 27/06/25
(K)EINE ALTERNATIVE
(K)EINE ALTERNATIVE Nein, nein, das Böse ist keine Alternative zum Guten Es ist sein Gegenteil Nein, nein, der Egoismus ist keine Alternative zum Miteinander Er ist sein Gegenteil Nein, nein, das Falsche ist keine Alternative zum Richtigen Es ist sein Gegenteil Stephan Wannovius, 27/06/25
LEBENSVERÄNDERND
LEBENSVERÄNDERND Kommt er zur rechten Zeit und bei passender Lebenssituation in dein offenes Herz hinein, kann ein einziger Bibelvers dein Dasein komplett verändern Du würdest vieles anders sehen und vielleicht erstmals verstehen Das dürfte selbst mit zehntausend oder hunderttausend weltlichen Gedichten eher selten geschehen, weil sie in der Regel nicht so stark zu Herzen gehen Stephan...
MÜNZE WICHTIGKEIT
MÜNZE WICHTIGKEIT Gesellschaftssatire ------------------- Wichtigkeit ist wichtig Nichtigkeit bleibt nichtig Ohne Wichtigkeit bist du nicht richtig Für viele sogar nichtig Anerkennung und Beifall ist der moderne Mensch allein gegenüber dem Wichtgen pflichtig In der heutigen Welt des ICH, MIR, MEINER, MICH heißt Wichtigkeit die einzig Münze, die zählt Weshalb sich jeder mit dem Drang nach...
ANEINANDER VORBEI
ANEINANDER VORBEI Gehen meine Gedichte an dir vorbei Oder gehst du an meinen Gedichten vorbei Gehen deine Gedichte an mir vorbei Oder gehe ich an deinen Gedichten vorbei Solltest du die Antwort kennen, mögest du sie mir nennen Stephan Wannovius, 26/06/25
UNBEHERRSCHT
UNBEHERRSCHT Jeder, der sich nicht beherrschen kann, gilt als unbeherrscht Einen Herrscher, der sich nicht beherrschen kann, nennt man jedoch nicht unbeherrscht Man bezeichnet ihn auch nicht als gewaltigen Herrscher Sein Name lautet schlicht GEWALTherrscher Stephan Wannovius, 26/06/25
HERRSCHAFTSWEISHEIT
HERRSCHAFTSWEISHEIT Die Weisheit des Herrschens liegt darin, sich beim Herrschen zu beherrschen Stephan Wannovius, 26/06/25
gedICHt
gedICHt --------- Nicht der Buchstabe Nicht das Wort Nicht die Aussage ist der Kern vom Gedicht Der Kern vom gedICHt heisst ICH - ICH, ICH, ICH Stephan Wannovius, 26/06/25
HIMMEL UND HÖLLE
HIMMEL UND HÖLLE Wenn wir all das täten, was wir denken, wäre die Welt überall grauenvoll wie die Hölle Wenn wir all das auch selbst machten, was wir von anderen lautstark fordern, käme der Himmel auf die Erde Stephan Wannovius, 26/06/25
Aktennotiz zur Ethik
„Auch im besten Rechtssystem bleibt die Gerechtigkeit außerplanmäßig – was wir anwenden, ist Paragraf, nicht Prinzip.“
Zwischen Norm und Moral
„Das Recht ist Menschenwerk – Gerechtigkeit ein Ideal. Wer das eine mit dem anderen verwechselt, macht aus dem Urteil ein Götzenbild.“
Paragraphenpoesie
„Alles kann, nichts muss. Wer will, stellt einen Antrag. Wer sollte, wartet. Und wer muss – muss nachweisen, dass er nicht kann.“
Kurzanleitung für Erwachsene
„Alles kann, nichts muss. Wer will, der sollte – aber nur, wenn er darf. Und wenn, dann auch… vielleicht nur.“
Sozialarchitektur in Worten
„Solidarität trägt den Bau des Sozialstaats, Subsidiarität richtet seine tragenden Pfeiler auf – doch erst Verantwortung verleiht ihm Stabilität.“
DER LIEBE AUF DER SPUR
DER LIEBE AUF DER SPUR Von Anbeginn an rätseln Menschen, was Liebe wohl sei, was sie vermag, wie sie sich äußert Sie machten und machen sich allerlei kluge und oft auch dumme Gedanken Dabei hat Gott selbst ihnen vor fast zweitausend Jahren die wohl weiseste Antwort geben Sie müssen nur das Hohelied der Liebe* in der Bibel lesen Auch für Areligiöse lohnt es sich, diesen kleinen, aber...
EWIGES RÄTSEL
EWIGES RÄTSEL Ebenso unerklärlich wie unentbehrlich - die Liebe Was man auch über sie schreibt, sie wohl stets ein Rätsel bleibt Stephan Wannovius, 26/06/25
DICHTEN: GOLDENES HANDWERK
DICHTEN: GOLDENES HANDWERK Eine lyrische Satire ---------------------- Ich bin ein Dichter Allerdings ein bescheidener, unbekannter und recht schlichter Selbst wenn irgendwann irgendwem ein Gedicht von mir gefällt, verdiene ich damit kein Geld Auch mein Nachbar ist ein Dichter Und zwar keineswegs ein schlichter Von Beliebtheit und Erfolg getragen, dichtet er weit, weit dichter Ihm ist sogar das...
ZUVERSICHT
ZUVERSICHT Gedanken des fiktiven Lyrischen Ichs ---- Krebs hin oder her Vielleicht weiss ich morgen ein wenig oder noch viel mehr Habe ich ihn besiegt Oder besiegt er mich Womöglich fängt aber auch das Warten erst richtig an Und dann, und dann? Dennoch bedrückt mich die Ungewissheit nicht so sehr Herz und Verstand sagen im Glauben mir: Ich bin in des liebenden Gottes guter, gnädiger Hand Obwohl...
WEISSE GREISE WELTHERRSCHAFT
WEISSE GREISE WELTHERRSCHAFT Wer hätte das gedacht, ein Auslaufmodell hat es zur Weltherrschaft gebracht: In einer farbigen Welt hat plötzlich der alte weisse Mann ungeahnte Macht Beim Herrschen können sich die geistigen Zwillingsbrüder Wladimir Trump und Donald Putin nicht beherrschen Ruhe und Weisheit scheint auch Sultan Erdogan nicht gegeben Und vom greisen Ayatollah Ali Chamenei ist nur...
Vürher wor et och nit langsam
Früher hatt' mer ooch kein' Zeit, doch se war noch nich so breit. Heut rennt se rum – ganz ohne Sinn, un lacht uns aus: „Ihr lauft bloß hin!“
„Zeitverriss“
Früher ging die Zeit spazieren, heut lässt sie sich digital schieren. Wir rennen, bis das Hirn verglüht – und merken nicht: sie bleibt und sieht.