So oft hab’ ich von Dir geträumt

  So oft hab' ich von Dir geträumt So oft hab' ich von Dir geträumt,Als wär' die Welt nichts ohne Dich,Hab' mich dagegen aufgebäumt,Wenn mancher Zweifel mich beschlich. Doch wenn ich kurz an Dich gedachtBlieb nichts mehr mir verborgen,Denn wo Dein Holdgesicht mir...

In Krisenzeiten

  In Krisenzeiten In Krisenzeiten reicht die reale Welt,reicht selbst die virtuelle Weltkaum je aus, um Gewissheit zu finden. Unsere verborgene Traumweltkann jedoch all jenen helfen,die noch zu träumen vermögen. Sie redet die Gegenwart schönoder kann Fluchten...

Den Blick erhoben

  Den Blick erhoben Hast Du den Blick wieder erhobenVom Handy, vom Tablet, vom Smartphone,Um die Natur mit der Sonne zu loben –Abseits vom Fernsehen, vom Telefon? Es gibt doch noch die reale Welt,Nicht nur die eingewohnte virtuelle,Nicht nur das Zocken, das Jagen nach...

Im Urstromtal

  Im Urstromtal Mit munteren Schritten dem Urstromtal zu,Wo das schmale Flüsschen zu Hause.Beim Wandern finde ich dabei jene Ruh'Ohne Hektik, mit Schauen, mit Pause. Ja, wieder hat mich der Frühling gelockt,Früh aus warmen Federn gehoben,Denn nichts ist jetzt mehr...

Ruhewelten

  Ruhewelten Nicht mehr durchziehtin den Fußgängerzonender Menschenschwarmdie Wege zu den Läden,verhalten die Lauteder Wenigen,die unterwegs. Wie lange nochmüssen wir aushalten,was so lange dauert,bis wir wieder –ganz Mensch –in alte Gewohnheitenverfallen?  ©Hans...

Wieder mehr Innenleben

  Wieder mehr Innenleben Die ersten neunzehn Jahre im neuen JahrtausendWaren so ganz auf Konsum gesetzt:Mit Zocken im Netz waren jene dort hausend,Die nur nach Geldmillionen gehetzt. Die Erfahrungen aus diesen frühen Jahren?Mindestens eine schlimme Dotcom-BlaseUnd...

Der Zaubergarten

Du betrittst ihndurch eine Tür…Geh hineinin dich.Ja, ja,da sind Gedanken….Lass sie da sein,vorüberziehen….Irgendwannverwischen sie sich…Genau in dieser Sekundeöffnet sich ein Tor.Gedanken der Unendlichkeittreten ein.Du siehst Wörter,die sprechen,die singen,die...

Weites Blau

Zeitrinnt aus den UhrenIn diesen Tagengerinnt Entschleunigungzum StillstandStille lastetin menschenleeren StrassenNur Wolken ziehenim weiten Blauzum Horizont Fernwehschwingt im Frühlingswindund SehnsuchtsfingerberührenglühendGesicht und Hände Wie aufgescheuchte...

Die Blütenknospe

Die Blütenknospe So lange hat sie schon gewartet Auf ihre Blühgelegenheit, Ist dann doch vehement gestartet, Es war jetzt auch höchste Zeit. Dann ist sie aufgesprungen, Hat ihre Kraft gezeigt, Hat mit dem Licht gerungen, Als es zum Lenzen neigt'. Sie war platzdick...

Austrocknende Winde

Austrocknende Winde Seit Tagen sonnt das Blau Vom Himmel, trocknet Erde. Nichts ist mehr kühl und rau, Im Schatten grasen Pferde. Dazu immer die Winde, Die Tag und Nacht anhalten, Ein wahres Höllengesinde, Lässt nur Dürre verwalten. In Wäldern: Brandgefahr! Verdorrt...

Die Ziege

Die Ziege. Sie geht ihren Weg. Wenn man genau hinsieht, sind drei ihrer Beine – in der Luft. Sie geht… Sie geht ihren Weg… Unbeirrt. Sieht so aus, als wäre das selbstverständlich… Sieht so aus, als würde das klappen… Ohne springen, ohne strampeln, ohne wackeln…...

Sonntagsruhe

Sonntagsruhe Keine Wolke, kein Kondensstreifen Durchbricht heut' das unendliche Blau, Wo Büsche zum Blühen reifen Und ich in mildes Licht schau. Kein Fahrzeug verbreitet Lärm, Menschen bleiben in ihren Häusern. Endlich kann ich vom Sonntag schwärmen Darf mich zur...

Die Riesentanne im Wald

Die Riesentanne im Wald Saßen wir nicht als spielende Kinder Bei Dir, freuten uns auf den Wald? Mit Deinen verschneiten Nadeln im Winter Warst Du uns am Schönsten, wenn es kalt. Die Riesentanne mit ausladenden Ästen Bot uns doch in frischer Winterluft Das Beste, wenn...

Wenn ich an dich denke

Wenn ich an dich denke wird mir ganz warm ums Herz beginnen meine Augen nach innen zu schauen und dich zu suchen in mir. Wenn ich dich gefunden habe in mir spüre ich dich mit jedem Atemzug spüre deine Nähe spüre Vertrautheit Geborgenheit Ich kann mich dann fallen...

Sonnentage

Sonnentage Ach, wolkenlose Sonnentage Sind Wunder dem Sonnenanbeter. Doch leicht wird daraus auch Plage Und der Schaden treibt Gezeter, Weil nur noch die Sonne schürt. Halten wir's mit dem Indianer, Der die Sonne gern begrüßt Und gleich wie der Insulaner, Für den...

Prinzipienreiter

Prinzipienreiter Auf festem Boden hier zu stehen, Das an sich ist gar nicht schlecht. Sich nicht verbiegen, nicht mitgehen Bleibt doch unser gutes Recht. Gefährlich werden jene Reiter, Die Prinzipien im Gepäck, Die meinen, auf der Himmelsleiter Sei dann die Bedrohung...

Übertragungswirkung

Übertragungswirkung Es geht um den Freud'schen Begriff, Der immer mehr Wissen umgreift, Wo manche Therapie als Schiff In einen sicheren Hafen reist. Alles, was der Mensch erlebt In Kindheit, in Jugendzeit, Ist lebenslang nicht abgeebbt, Macht sich in der Seele breit....

Das Leben ist ein Traum

Das Leben ist ein Traum Das Leben ist ein Traum Gar mancher merkt es kaum, Ist weiter unverdrossen Befasst mit seinen Hosen. Luxuswelt heißt die Eloge, Wird oft zur allerschlimmsten Droge, Wo Angabe das höchste Ziel, Weil man bewundert werden will. Ein jeder Mensch...

Der Film

Gott hat einen Film gedreht! Wie Du ein Buch liest! Wie Du die Natur bewunderst! Wie Du durch die Stadt bummelst! Wie Du mit den Tagen lächelst! Sage einem Mensch das Du Ihn liebst! Und Du kannst diesen Film sehen! Gott hat einen Film gedreht! Wie Du mit Worten...

Gemütsruhe

Gemütsruhe Es sagt sich so leicht dahin: Schwermütig ist sein Gemüt, Er sieht keinen Lebenssinn, Weil ihm Hoffnung nicht blüht. Doch es nahen auch Stunden, In denen Helfer sich mühen, Was wir allein nicht verwinden, Damit wir wieder erblühen. Mitmenschen können teilen...

Weltoffensein

Weltoffensein Offen steht die Welt dem, der sie, neugierig, hereinlässt in den sinnsuchenden Geist. Weltflucht ist meist bequem, wenn sie es dauerhaft zulässt, dass er in Vorurteilen vergreist. Nur dem offenen Denken bleibt wahre Freiheit geschenkt: Es muss Ferne...

Du bist mir

Du bist mir Du bist mir Kind der wahren Liebe, Nicht fern, nicht nah, doch immer mein, Ruhender Pol im Weltgetriebe, Wodurch ich nicht mehr so allein Will halten Dich und tragen, Weil Du zu mir gern hältst Und wir uns täglich sagen, Was ehrlich, nicht gestelzt In...

Ohne Kondensstreifen

Ohne Kondensstreifen So kannte ich ihn, den Himmel meiner Kindheit: Ohne hässliche Streifen, ganz der Erde zugewandt. Er muss sich dabei nicht der Abgase erwehren, wenn jetzt in Coronazeiten blaublasser Schein uns beschirmt. ©Hans Hartmut Karg 2020...

Schöpfergunst

Schöpfergunst Gewundene Pfade führen steiler nach droben zum blattlinden Wein, wo die frühe Zikade leicht schwebt nach oben – will nicht mehr alleine sein... Ihr geht es wie meinem Gemüt, das vom erwachenden Tage nicht weicht, im blühendem Vielerlei, nah beim Gestüt,...

Der alternde Blick

Der alternde Blick Rückschauend fühlt manches sich anders an, Mitunter bricht erst im Alter das durch, Was im Nachsinnen sich ausbreiten kann, Sich pflügen durch viele Jahre hindurch. Der alte Blick verdrängt schlimme Zeiten, Will gesund bleiben auf dem wärmenden...

Wolkenzug

Wolkenfetzen ziehn grenzenloses Himmelblau der Regen bleibt aus

Das Gemüt

Wie ein Blitzschlag durchwächst Gemütsstand mit Wucht die eigenartigsten Facetten. Durch Wut übergriffen, lässt's sich von der Freude retten. Mit dem Schicksal lebend niemals die Konstante erreichen. Den Schwung der Gefühle nicht entweichen. Doch lebt's mit Sinn und...

Träume

Es gibt Träume, die werden im Kopf geboren. Es gibt Träume, die werden im Herzen geboren. Werden beide zusammengeführt, werden sie in die Welt geboren. © A. Namer

Die kühlenden Lüfte

Die kühlenden Lüfte Heruntergeflossen die kühlenden Lüfte vom Weinberg, gleiten hier durch untere Räume, werden genossen, weil auch Blütendüfte ihr eigenes Werk tragen in des Schläfers Träume. Befreit von unguten Gesellen der Nacht finden ein sich Gedanken, bereit,...

Erwachender Tag

Erwachender Tag Die Sonne tritt her vom Horizont, Schatten erwachen zum Leben, Und alles, was vom Tage besonnt Tritt ein in ein Nehmen und Geben. Die Augen werden empfangsbereit, Hinschauend zu Blumen und Blüten, Vertreiben die nächtliche Einsamkeit, Denn die Natur...

Das Poetenpodium

Das Poetenpodium ist eine Online-Plattform für Poeten & Poetinnen, auf der Du lyrische Texte verschiedener Autoren und Autorinnen findest. Du kannst eigene Poesie veröffentlichen und Poesie anderer bewerten und kommentieren. Mach mit und veröffentliche Deine Texte auf Poetenpodium.de!